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Auto gerät auf Ibiza in Brand – Feuer greift auf Gebüsch über

Ein brennendes Auto hat am Dienstagnachmittag auf Ibiza einen Buschbrand ausgelöst. Auf dem Camí Vell de Can Furnet in der Gemeinde Santa Eulària war ein Fahrzeug während der Fahrt in Flammen aufgegangen. Das Feuer griff auf die angrenzende Vegetation über und setzte rund 200 Quadratmeter Busch- und Waldfläche in Brand. 

Nach Angaben der balearischen Umweltbehörden wurde der Brand gegen 17.10 Uhr gemeldet und als Vegetationsbrand mit der niedrigsten potenziellen Gefahrenstufe eingestuft. Dennoch rückten zahlreiche Einsatzkräfte aus. Mit Unterstützung von Löschhubschraubern, Waldbrandbekämpfern und der Feuerwehr gelang es, die Flammen rasch unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zwei Menschen wurden verletzt, das Auto brannte vollständig aus.

Der Vorfall ereignete sich an einem Tag, an dem für weite Teile Ibizas und Formenteras die höchste Waldbrandwarnstufe (Alerta Foc 4) galt. Die Regionalregierung erinnerte deshalb in diesem Zusammenhang daran, dass in Waldgebieten derzeit Feuer und das Verbrennen von Pflanzenresten verboten sind.

Kleine Brände mit großer Gefahr

Ebenfalls am Dienstag nahm die spanische Regierung drei Brände auf Ibiza in die offizielle Liste der von einer „schweren Zivilschutznotlage“ betroffenen Gebiete auf. Die Einstufung bedeutet allerdings nicht, dass die Insel von einer Brandkatastrophe betroffen war. Sie dient vor allem dazu, staatliche Hilfen für entstandene Schäden und Kosten zu ermöglichen.

Zu den jetzt berücksichtigten Bränden zählen ein Feuer im Mai, das von einer brennenden Bali-Liege auf einem Privatgrundstück ausging und rund 270 Quadratmeter Pinienwald erfasste; ein weiterer Brand Ende Mai, der nach dem Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Strommast etwa 1,5 Hektar Wald in Mitleidenschaft zog, sowie ein Feuer Mitte Juli in einer provisorischen Behausung im Naturschutzgebiet Ses Feixes vor den Toren der Inselhauptstadt.

Obwohl alle drei Brände vergleichsweise glimpflich verliefen, zeigen sie nach Einschätzung der Behörden, wie schnell sich selbst kleine Brandherde bei extremer Trockenheit und hoher Waldbrandgefahr zu einer ernsten Bedrohung entwickeln können.

Feuerwalze auf dem Festland

Derweil halten die verheerenden Waldbrände auf dem spanischen Festland das Land weiter in Atem. Vor allem in Zentral- und Ostspanien haben sich die Feuer rasant ausgebreitet; in der Region Madrid sowie den Provinzen Ávila und Toledo wurde aufgrund der massiven Brände, die bereits zehntausende Hektar Naturfläche vernichtet haben, der Notstand ausgerufen.
Trotz der anhaltenden Hitzewelle von über 40 Grad gelang es der militärischen Nothilfeeinheit (UME) und regionalen Feuerwehren zuletzt, wichtige Feuerfronten im Landesinneren einzudämmen. Dennoch bleibt die Lage für rund 110.000 von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffene Anwohner kritisch, da neue Brandherde, wie in der Region Valencia, die Einsatzkräfte zusätzlich fordern.
Die enormen Ausmaße der Rauch- und Aschewolken machen die Katastrophe inzwischen auch auf den Balearen spürbar. Satellitenaufnahmen bestätigen, dass starke Winde dichten Rauch und intensiven Brandgeruch vom spanischen Festland und Südwestfrankreich über das Mittelmeer getragen haben.

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