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Formentera: Als im Orkan ein Traumstrand verschwand

Der Orkan der vergangenen Woche kam aus südlichen Richtungen. Und das war eine Katastrophe für Formenteras längsten und schönsten Strand. Denn danach war nichts mehr, wie es einmal war. Tausende Tonnen Sand rissen die Wellen zurück ins Meer. Zurück blieb eine schroffe Felsenküste. Hier möchte niemand mehr baden. Unser IbizaHEUTE Report am Mittwoch.

Sand, traumhaftes Wasser – so war der Migjorn-Strand, bevor Mitte Oktober ein Orkan aus südwestlichen Richtungen über Ibiza und Formentera rollte. Foto: Rüdiger Eichhorn

„Migjorn: fünf Kilometer paradiesische Strände“, so heißt es auf der offiziellen Tourismus-Online-Seite Formenteras (formentera.es) und dann weiter: „Die Südküste Formenteras, die sich über fünf Kilometer lange paradiesische Strände erstreckt, trägt den Namen Migjorn. Dieser Bereich ist der längste Strand der Insel …“

Ja, so war es. Zumindest bis vergangenen Donnerstag. Doch dann kam der Orkan mit Böen bis zu 110 km/h, was Windstärke 11 Beaufort bedeutet. Der Orkan tobte 24 Stunden lang, warf Wellen bis fünf Meter Höhe auf. Die Schifffahrt zwischen Ibiza und Formentera musste über viele Stunden eingestellt werden. Sturm und Wellen kamen aus Südwest. Und danach sah der einen Tag zuvor noch paradiesische Strand nicht mehr aus wie vorher. Das Meer und die Wellen leisteten zerstörerische Arbeit.

Das Meer schlug weit auf den Strand und jede Welle nahm beim Zurückrollen in die See den feinen Sand des Strandes mit. Viele Tausend Tonnen von Sand. Zurück blieben die Felsen und fassungslose Menschen, die ihr Formentera nicht mehr wiedererkannten. Ein Albtraum.

Diese Videos zeigen was zerstört wurde: Erstes Video: Der aufziehende Orkan, noch gibt es den Strand. Zweites Video: Der Strand ist verschwunden.

Wo einst der feine weiche Sand war, sind nur noch die Felsen, die einst bedeckt waren. Hier möchte niemand mehr baden und in der Sonne liegen. Dirk Neumeyer, der es erlebt hat, sagt: „Ich habe es ähnlich schon mal früher nach einem Sturm gesehen, doch nicht in dieser Ausprägung. Der Strand zwischen den Chringuitos Piratabus, dann über 10.7 bis fast zur Formentera Playa ist weg …“

Was nun? Da wird wohl als einzige technische Möglichkeit bleiben, mit Saugschiffen den Sand vom Meeresboden wieder an den Strand zu spülen. Eine Aktion, die Wochen dauern wird – auch reichlich teuer. Doch die Strände sind Formentera wichtigstes Kapital. Ohne sie würden kaum Urlauber auf die Insel kommen. Es wäre das wirtschaftliche Ende …

So ungastlich und wie eine Mondschaft sieht der einstige Traumstrand Formenteras nach dem Orkan aus. Der feine weiche weiße Sand ist verschwunden… Foto: Dirk Neumeyer

 

 

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