Fataler Sturz

Streit im Hafen von Formentera endet beinahe tödlich

Ein 33-jähriger Mann ist nach einem außer Kontrolle geratenen Streit im Hafen von La Savina auf Formentera in Lebensgefahr. Der rumänische Staatsangehörige liegt auf der Intensivstation und befindet sich nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma im künstlichen Koma und in Lebensgefahr.

Der Mann war am Montagnachmittag bei einem Streit mit einem anderen Urlauber schwer verletzt worden. Nach Angaben des Inselrats ging gegen 14.15 Uhr bei der örtlichen Polizei ein Notruf wegen eines Herz-Kreislauf-Stillstands im Hafen ein. Eine Polizeistreife eilte zum Ort des Geschehens. Die Beamten begannen sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Wenig später übernahm das medizinische Personal des Rettungsdienstes SAMU 061 die Versorgung und setzte die Reanimation fort. Schließlich gelang es den Helfern, den Puls des Mannes wiederherzustellen.

Streitgrund bislang unklar

Der Verletzte wurde anschließend stabilisiert und von Formentera nach Ibiza gebracht. Dort wird er auf der Intensivstation der Privatklinik Policlínica Nuestra Señora del Rosario behandelt. Sein Zustand wird von den Ärzten als „sehr ernst“ beschrieben.

Nach Aussagen von Augenzeugen waren zwei Männer aus derselben Gruppe, die von Ibiza nach Formentera gereist war, in einen Streit geraten. Die beiden sollen sich zunächst verbal auseinandergesetzt haben. Aus bislang ungeklärtem Grund habe einer den anderen geschubst, woraufhin dieser zu Boden gestürzt und mit dem Kopf heftig aufgeschlagen sei.

Nach dem Sturz blieb der 33-Jährige mit einer schweren Kopfverletzung am Boden liegen. Die Ermittler müssen nun unter anderem klären, wie genau es zu dem Sturz kam und in welchem Zusammenhang die Kopfverletzung mit dem späteren Herz-Kreislauf-Stillstand steht.

Passanten unterstützen Polizei

Noch während die Rettungskräfte um das Leben des Mannes kämpften, machte sich eine zweite Streife der Ortspolizei auf den Weg zum Hafen. Die Beamten trafen in der Nähe auf den mutmaßlichen Angreifer. Nach Angaben des Consell war der Mann bereits mithilfe mehrerer Passanten festgehalten worden.

Die Polizei nahm ihn wegen des Verdachts des versuchten Totschlags fest. Anschließend wurde er der Guardia Civil übergeben, die die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Dabei sollen die genauen Umstände der Auseinandersetzung, das Motiv sowie die mögliche strafrechtliche Verantwortung des Verdächtigen geklärt werden.

Zunächst hatte die Polizei von einem „schwer verletzten jungen Mann“ gesprochen. Der aktuelle Gesundheitszustand des 33-Jährigen ist jedoch deutlich ernster: Er liegt nach dem schweren Schädel-Hirn-Trauma im künstlichen Koma und wird mechanisch beatmet.

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