Im Kulturzentrum

Formentera schafft neuen Lebensraum für Schmetterlinge

Mit aromatischen Pflanzen und freiwilligen Helfern schafft Formentera neuen Lebensraum für Schmetterlinge. Das Projekt soll die Artenvielfalt fördern und zugleich helfen, den Zustand der Ökosysteme besser zu verstehen.

Auf Formentera ist ein neuer Garten für Schmetterlinge entstanden. Die Umweltstiftung Ibiza & Formentera Preservation hat die Anlage am zurückliegenden Wochenende gemeinsam mit dem Inselrat im Kulturzentrum von Sant Ferran angelegt. Die Aktion war Teil des Festivals Qué Celeste und soll die Artenvielfalt auf der Insel fördern.

Freiwillige pflanzten verschiedene aromatische Gewächse, die fliegenden Bestäubern Nahrung und Schutz bieten sollen. Der Garten ist bereits der zweite seiner Art, den die Stiftung auf Formentera im Rahmen ihres Projekts „Mariposas para la Biodiversidad“ (Schmetterlinge für die Artenvielfalt) eingerichtet hat.

Gradmesser für die Umwelt

Die Initiative soll nicht nur den Lebensraum für die Insekten verbessern, sondern auch das Bewusstsein für ihre ökologische Bedeutung stärken. Schmetterlinge tragen als Bestäuber zur Fortpflanzung zahlreicher Pflanzen bei und dienen zugleich anderen Tierarten als Nahrung. Darüber hinaus reagieren sie empfindlich auf Veränderungen ihrer Umwelt und können deshalb Hinweise auf den Zustand eines Ökosystems geben.

Jordi Salewski, Koordinator des Programms Formentera Produce, wies auf die Bedeutung der Tiere für das natürliche Gleichgewicht hin. „Schmetterlinge sind nicht nur ein Bestandteil unserer Artenvielfalt“, erklärte er. Ihre Präsenz und Entwicklung zu beobachten, helfe dabei, die Gesundheit der Ökosysteme besser einzuschätzen. Neue Gärten für die Insekten seien deshalb auch ein „Beitrag zum Schutz der lokalen Biodiversität“.

Umweltaktionen beim Festival Qué Celeste

Mit der Anlage des Schmetterlingsgartens beendete die Umweltstiftung ihre Veranstaltungsreihe beim Festival Qué Celeste. Bereits im September hatte Ibiza & Formentera Preservation weitere Umwelt- und Kulturaktionen auf Formentera organisiert.

Bei einer Reinigungsaktion in S’Estufador sammelten die Helfer insgesamt 77 Kilogramm Abfall. Außerdem zeigte die Stiftung eine Ausstellung mit Werken des zweiten Treffens balearischer Künstler und Kunsthandwerker, die mit wiederverwerteten Materialien arbeiten. Die ausgestellten Skulpturen und visuellen Arbeiten wurden vollständig aus wiedergewonnenen Materialien hergestellt.

Die Aktionen sollten nach dem Willen der Organisatoren den praktischen Umweltschutz mit dem Ziel verbinden, die Bedeutung von Ressourcenschonung und Artenvielfalt stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

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