Eine Ziege und ein Schaf auf zwei Bauernhöfen in Sant Joan sind positiv, drei weitere Fälle werden auf Ibiza noch geprüft. Für uns Menschen ist die Blauzungen-Krankheit ungefährlich, aber für die Landwirte ist der Virus ein weiterer Schlag.
Durch Mücke übertragen
Ibizas Insel-Regierung (Consell) bittet alle Bauern um Vorsichtsmaßnahmen, damit sich der ansteckende Virus nicht verbreitet. Das bedeutet: Kein Transport und regelmäßiges Desinfizieren der Schafe, Ziegen und Rinder.
Auf Mallorca grassiert die Blauzungen-Krankheit schon länger. Übertragen wird sie durch sehr kleine Mücken, die Culicoides. Diese kamen offensichtlich bei dem Sturm am 14. August über das Meer nach Ibiza, erklärte der balearische Minister für Landwirtschaft, Joan Simonet.

Auf den Balearen waren bis 22. Oktober 123 Tiere infiziert. Mehrere erkrankte Tiere sind auf Mallorca schon gestorben. Für den Menschen ist der Virus nicht gefährlich. Es bestünde kein Grund zur Unruhe. Aber die Seuche ist eine weitere Heimsuchung für die Landwirte, die schon unter Trockenheit, Ringeltauben und schlechten Ernten leiden.
Impfen und Kälte
Eine Hoffnung besteht im Impfstoff, der das Immunsystem der Schafe, Ziegen und Rinder stärkt. Die Balearen-Regierung hat ein Abkommen mit einem Hersteller getroffen und 500.000 Dosen bestellt. Diese können voraussichtlich in der zweiten Dezember-Woche eingesetzt werden.
Eine weitere Hoffnung wäre Kälte. Wenn die Temperaturen sinken, fliegen die Culicoides nicht mehr herum, dann hätten die Ansteckungen ein Ende, so Simonet.





