Drei Skulpturen zeitgenössischer Künstler werden auf Ibiza im Rahmen der Can Art Kunstmesse auf öffentlichen Plätzen ausgestellt. Zwei sind bereits enthüllt. Eine dritte bleibt noch ein Geheimnis. Die Messe selbst findet vom 25. bis 28. Juni statt (IbizaHEUTE).
„Hashtag“ von Stefan Brüggemann
Der mexikanische Konzeptkünstler Stefan Brüggemann hat vergangene Woche eine umfassende Ausstellung im Museum für Zeitgenössische Kunst (MACE) eröffnet, ist aber auch in Sant Antoni vertreten. Dort hat er am 16. Juni in Sa Punta des Molí eine große Skulptur aus Cortenstahl präsentiert, die als Hashtag eine Verbindung herstellt zu Walther Benjamin. Die mit der Zeit rostende Skulptur des Hashtags steht für die moderne digitale Ära.
Walter Benjamin
Der Philosoph und Kritiker Walter Benjamin (1892-1940) lebte 1932 und 1933 in der Mühle in Sa Punta auf Ibiza und kam dort eine Zeitlang zur Ruhe. Seine Flucht vor den Nationalsozialisten endete 1940 tragisch.
In seinen Schriften und Briefe klingt die Liebe zum archaischen Leben auf der abgelegenen Insel durch. Aber Benjamin warnte hellsichtig auch schon vor den Veränderungen, die der zunehmende Tourismus für Ibiza bringen würde.
Das Bild der Insel
Der Hashtag ist ein Symbol für die fotografierenden Touristen. Er verbindet Koordinaten, Schlagworte und Geschichte, steht aber auch für das Bild der Insel in der globalen Vorstellung, erklärt der Künstler.
Das Projekt hat die Gemeinde Sant Antoni finanziert. Das Rautezeichen ist als öffentliche Skulptur am Meer ein weiteres Sinnbild für die kulturellen Bestrebungen der Küstenstadt. Seit 1992 begrüßt die Besucher das „Ei des Kolumbus“ am Kreisverkehr zum Stadtzentrum. Dieses Monument zur Entdeckung Amerikas hat der auf Ibiza ansässige Künstler Julio Bauzá (Uruguay, 1936) geschaffen.
„Sky Blue“ von Amalie Jakobsen
Amalie Jakobsen nennt ihre Skulptur auf dem Vara de Rey „Sky Blue“. Die 1989 geborene Dänin beschäftigt sich mit astronomischen Phänomenen. Dieses Objekt gehört zur Serie „Osculating Orbits“, in der sich zwei Umlaufbahnen nähern, ohne sich zu kreuzen. Die daraus entstehende Spannung überträgt Jakobsen auf ihre Skulptur. Die Realisierung erfolgte zusammen mit der Future Gallery aus Berlin.

In den kommenden Tagen wird eine dritte Skulptur im öffentlichen Raum präsentiert. Man darf gespannt sein…





