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Ibiza lässt besetzte Höhlen unter Weltkulturerbe-Mauern räumen

Wiederholt rückten unterhalb der mittelalterlichen Stadtmauern Eivissas Behördenmitarbeiter an, um Platzverweise zu erteilen. Doch diesmal beließen sie es nicht dabei. 

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Auf Ibiza sind mittlerweile selbst Höhlen vor illegaler Besetzung nicht sicher. Die Stadtverwaltung der Inselhauptstadt Eivissa hat nun zwei weitere illegal besetzte Grotten am Hang des Hügels Es Soto schließen lassen. Die Felsformationen liegen unterhalb der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Stadtmauern mit Blick auf den Hafen. Bereits im Mai war eine erste Höhle geräumt und verschlossen worden.

Nach „wochenlangen Arbeiten sind die Höhlen nun mit Metallgittern gesichert“, teilte die Stadt mit. Unmittelbar nach der Reinigung durch städtische Mitarbeiter sei eine Firma mit der Installation einer Absperrung beauftragt worden. Die Eile hatte ihren guten Grund: Bei früheren Aktionen waren gesäuberte Höhlen binnen kurzer Zeit erneut besetzt worden. Die Arbeiter hätten „70 große Säcke mit insgesamt 20 Tonnen Abfall“ gefüllt, der sich über Monate und Jahre angesammelt habe.

Deutlich erhöhte Brandgefahr

Doch die illegalen Behausungen in diesem Bereich der Stadt sind damit nicht verschwunden. Die Stadt verwies auf eine Frau, die den ganzen Sommer über neben einer der Höhlen ihr Zelt aufgeschlagen habe. „Gut sichtbar für Passagiere der Fährboote zwischen den Inseln.“ Dort sei sie nicht selten mit einem Fernglas unter ihrem Sonnenschirm sitzend beobachtet worden, sagte der für Umwelt und Stadtreinigung verantwortliche Stadtrat Jordi Grivé.

Das Problem an den illegalen Besetzung der Grotten sei das Brandrisiko und die Umweltverschmutzung, so der Stadtrat. Die Brandgefahr würde durch diese Art von Unterkünften „deutlich erhöht“, da diese Menschen oft mit offenem Feuer ihre Mahlzeiten zubereiteten. Zuletzt habe die Feuerwehr im Bereich Es Soto in drei Fällen ausrücken müssen, um kleinere Brände zu löschen. „Dies konnte zum Glück noch rechtzeitig geschehen, so Grivé.

Bei der jüngsten Räumung seien vier bis fünf Personen des Platzes verwiesen worden, sagte der Stadtrat. In den Höhlen hätten sich neben Gebrauchsgegenständen vor allem zahlreiche Matratzen befunden – was die Stadt als Hinweis darauf wertet, dass „zeitweise deutlich mehr Menschen dort hausten“. Die Säuberung und Schließung der beiden Grotten kostete die Stadtkasse rund 25.000 Euro.

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