Heißer Genuss: Glühwein und Punsch

An kalten Tagen sind heiße Mixgetränke genau das Richtige, um sich die Hände und die Seele zu wärmen. Und das bedeutet: Die Lust auf Punsch & Co. wächst! Denn die Tage werden kühler – und an den Abenden oder bei einem Fest Open Air lockt etwas Warmes verführerisch. Klar, man könnte jetzt einen herrlich heißen Tee trinken.

Doch gerade die beginnende Adventszeit ist ohne einen Becher Punsch oder Glühwein nur halb so schön. Übrigens muss Letzterer längst nicht immer rot sein. Die weiße Variante schmeckt ebenfalls köstlich.

Hochprozentiger Genuss: In dem berühmten Film „Die Feuerzangenbowle“ hatte der Lehrer seinen Schülern nur „ein wönziges Schlöckchen“ davon empfohlen … Foto: Pixabay

Genuss mit Schuss

Und ob sie ihn nun mit Schuss oder ohne servieren, ist reine Geschmackssache. Apropos Schuss: Sie können natürlich auch ein paar wenige Freunde zu einer zünftigen Feuerzangenbowle einladen.

Worauf immer Sie Lust haben: Auf einen schönen warmen Wein stimmt man sich am besten mit den Worten von Friedrich Schiller (1759 – 1805) ein. Der Mann wusste, was im Winter guttut! Und lieferte das Rezept dichterisch gleich mit. Kennen Sie sein Punschlied von 1803? Hier ist es:

„Vier Elemente,
innig gesellt,
bilden das Leben,
bauen die Welt.

 Preßt der Zitrone
saftigen Stern!
Herb ist des Lebens
innerster Kern.

Jetzt mit des Zuckers
linderndem Saft
zähmet die herbe
brennende Kraft!

Gießet des Wassers
sprudelnden Schwall!
Wasser umfänget
ruhig das All.

Tropfen des Geistes
gießet hinein!
Leben dem Leben
gibt er allein.

Eh es verdüftet
schöpfet es schnell,
nur wenn er glühet,
labet der Quell.“

Wie recht der Mann hat. Wie man Punsch zubereitet, verrät das untenstehende Rezept. Es ist doch etwas genauer und mit den korrekten Mengenangaben versehen. Dafür aber natürlich weit weniger poetisch …

Punsch: So geht’s

Zutaten:

• 1 unbehandelte Bio-Zitrone

• 1 Flasche Rotwein

• 2 cl Rum

• 150 g Zucker

Zubereitung:
Bio-Zitrone waschen, trockentupfen, schälen, pressen. Wein und Rum in einen Topf geben, erhitzen (nicht kochen lassen!). Zucker, Zitronensaft und -schale hinzufügen. So lange erwärmen, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Punsch durch ein Sieb in Gläser gießen.

Man kann diesen Warmmacher auch mit Gewürznelken, Zimtstangen, Ingwer, Früchten oder auch mit Fruchtsäften wie etwa Brombeer- und Heidelbeersaft beliebig variieren. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!

Schön heiß! Der Wein sollte erhitzt werden, aber nicht kochen! Foto: Pixabay

Glühwein: einfach und lecker

Zutaten:

• 1 Liter Rotwein

• 125 g Zucker

• 1/4 Flasche Rum

• 5 Nelken

• 1 Zimtstange

• 3 Sternanis

Zubereitung:
Rotwein in einem Topf langsam erhitzen (nicht kochen!). Zucker hinzugeben. Wenn dieser sich ganz aufgelöst hat, Rum, Nelken, Zimt und Sternanis beifügen. Zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Fertig. Man kann natürlich auch weniger Rum nehmen oder den Hochprozenter ganz weglassen. Und auch Weißwein ist eine köstliche Alternative zum traditionellen Rot. Dann am besten einen trockenen Wein verwenden, wie etwa einen Grau- oder Weißburgunder. Übrigens: Mit Rosé ist er ebenfalls ein Genuss.

Köstliche Feuerzangenbowle

Wem der Sinn nach einem Klassiker steht, bereitet sich eine gute, alte Feuerzangenbowle zu. Aber bitte, Vorsicht beim Genuss derselben. Sie wissen ja aus dem legendären Film von 1944: „Nur ein wönziges Schlöckchen!“

 Zutaten:

• 2 Bio-Orangen

• 1 Bio-Zitrone

• 6 Gewürznelken

• 1 Zimtstange

• 2 Flaschen Rotwein

• 1 Zuckerhut

• 400 ml brauner Rum (mindestens 54 %)

Sie benötigen zudem ein Rechaud für den Topf, ein Gitter oder eine spezielle Feuer- bzw. Zuckerhut-Zange für den Zuckerhut sowie eine Schöpfkelle.

Zubereitung:
Orangen und Zitrone waschen, trocken tupfen. Die Schale einer Orange dünn abschälen, den Saft beider Orangen auspressen. Zitrone in dünne Scheiben schneiden. Die Orangen-Schale mit Fruchtsaft, Zitronenscheiben, Nelken, Zimtstange und Wein in einen Topf geben und langsam erhitzen (nicht kochen!). Den Topf auf das Rechaud stellen. Zuckerzange oder Gitter auflegen, den Zuckerhut darauf platzieren. Zuckerhut mit etwa einem Drittel des Rums tränken. Mit einem langen Streichholz vorsichtig anzünden. Den restlichen Rum nach und nach – langsam und mit Bedacht – mit einer Schöpfkelle über den Zuckerhut gießen. Die Flamme sollte nicht erlöschen und der Zucker langsam in die Bowle tropfen. Zum Schluss alles noch einmal umrühren. Und dann: zum Wohl!

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