Pityusen: Satellitenbilder aus dem All zeigen den Hochbetrieb auf See zwischen Ibiza und Formentera. Aufnahmen des Satelliten Sentinel von diesem Sommer zeigen, wie viele Schiffe in dem eigentlich geschützten Meeresgebiet unterwegs sind.
Das Gebiet ist als Naturpark ausgewiesen. Der Satellit wird im Rahmen des Copernicus-Programms zur Erdbeobachtung von der Europäischen Union in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation eingesetzt.

Ankern in Posidonia-Feldern
Allein auf diesen Aufnahmen sind rund 400 Boote zu sehen, die entweder unterwegs sind oder vor Anker liegen. Dabei wird auch deutlich: Trotz strikten Verbotes ankern viele Yachten in den streng geschützten Posidonia-Feldern.
Das zeigt sich besonders in ses Salines. Diese Missachtungen tragen dazu bei, dass das – für das maritime Ökosystem so wertvolle – Seegas immer mehr verschwindet.
Auch die Fischer beklagen sich über die Vielzahl der Freizeitboote, die ihre Arbeit stören, ihre Abfälle und Abwässer einfach ins Meer kippen und mit ihrer Lärm- und Lichtverschmutzung die Fische verscheuchen.
Bis zu 2.500 Boote am Tag
Die Fischereibehörde von Ibiza bestätigt die Beobachtungen der Fischer: „Die Kleinfischerei wird aufgrund der immer intensiveren, touristischen Nutzung aus ihrem Arbeitsgebiet verdrängt“, heißt es dort.
An manchen Hochsommertagen sind rund 2.500 Boote zwischen Ibiza und Formentera unterwegs. Das haben Studien offenbart. Das bedeutet, dass pro Stunde mehr als 100 Boote durch diese Meerenge schippern.





