Eigentlich ist die beliebte Bucht Sa Bol Nou (Sa Caleta) geschlossen. Die Steilküste sei nicht sicher, immer wieder rutschen Felsbrocken auf den Strand. Das Küstenamt warnt vor Steinschlag. Deshalb sperrte das Rathaus Sant Josep die Bucht am 26. April ab.
50 Badegäste vertrieben
Aber am vergangenen Sonntag hat die Ortspolizei fast 50 Badegäste auf die mehrsprachigen Warnschilder hinweisen müssen und aufgefordert, den Strand zu verlassen. Im Prinzip kann die Zuwiderhandlung Bußen von bis zu 30.000 Euro bedeuten.
Es war nicht das erste Mal, dass die Polizei Touristen verwarnte, die sich über das Verbot hinwegsetzten. Bis die Steilhänge nicht gesichert seien, bleibe der Strand gesperrt, versichert das Rathaus. Zu groß sei die Gefahr, dass etwas passiert.
Baby starb auf Formentera
Im vergangenen Jahr ist auf Formentera ein zwei Monate altes Baby unter herabfallendem Geröll verschüttet worden und gestorben, der Vater wurde verletzt (IbizaHEUTE). Da keine Warnschilder auf die Gefahr hinwiesen, haben die Eltern inzwischen das Rathaus und den Consell Formenteras, die Regierung der Balearen und die spanische Regierung verklagt.
Warnungen ernst nehmen
Lehmige rote Steilküsten mit Überhängen sind eine Gefahr auf Formentera und Ibiza, denn immer wieder rutschen Felsbrocken herunter. Manche Strände, wie Sa Caleta und bis vor kurzem Aguas Blancas, sind abgesperrt, oder Schilder weisen auf die Gefahr hin (Es Figueral).
Auch wenn nahe der Felsen der natürliche Schatten lockt, sollte die Warnung unbedingt ernst genommen werden. Legen Sie sich lieber dichter ans Wasser und auf keinen Fall unter Überhänge.



