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Polizei verhindert Entstehung eines neues Camps auf Ibiza

Der Sommer naht, und damit die fast ausweglose Wohnungssuche von Saisonkräften nach einem Dach über dem Kopf. Irreguläre Siedlungen schießen deshalb auf Ibiza seit geraumer Zeit wie Pilze aus dem Boden. Einem neuerlichen Versuch kamen die Behörden in der Inselhauptstadt jetzt zuvor. 

Ibizas Inselhauptstadt Eivissa ist am Mittwoch nach eigenen Angaben nur knapp an der Entstehung eines weiteren illegalen Siedlungscamps vorbeigeschrammt. Wie die Ortspolizei mitteilte, hatten sich auf einem Grundstück hinter dem Sportkomplex Es Viver bereits mehrere Fahrzeuge mit „eindeutigen Absichten“ angesammelt. Beamte hätten eingegriffen, „um zu verhindern, dass sich ein neues Lager bildet“, teilte das Rathaus.

Mehr als zehn Fahrzeuge seien auf dem Gelände zwischen der Platja de Ses Figueretes und der Platja d’en Bossa markiert worden, damit sie abgeschleppt werden können. Den Eigentümern von Autos und Wohnwagen sei eine Frist von 72 Stunden gesetzt worden, um diese freiwillig zu entfernen. Andernfalls werde die Stadt die Räumung veranlassen. Zusätzlich seien Felsblöcke am Rand des Grundstücks platziert worden, um eine erneute Zufahrt zu verhindern.

Nur Hundewelpe angetroffen

Zum Zeitpunkt des Einsatzes hielt sich laut Stadtverwaltung niemand auf dem Gelände auf. Die Beamten hätten lediglich einen „herrenlosen Welpen“ angetroffen, der „weder gechippt noch ausreichend versorgt“ gewesen sei. Das Jungtier sei „ohne Futter und Wasser und voller Parasiten“ gewesen und in das Tierheim von Sa Coma gebracht worden.

Illegale Siedlungen stellen die Behörden auf Ibiza seit Längerem vor Probleme. Derzeit bereitet die Stadt die Räumung eines größeren Lagers auf einem Grundstück in Sa Joveria unterhalb des Messezentrums vor. Dafür soll bereits eine gerichtliche Genehmigung vorliegen; der Einsatz ist für den 21. April angesetzt. Die Bewohner des Camps seien bereits informiert worden.

Ein weiterer Einsatz ist nur wenige Tage später geplant: Am 29. April soll ein anderes Lager auf einem Grundstück nahe des Krankenhauses Can Misses geräumt werden. Dort leben nach Angaben aus Eigentümerkreisen rund 80 Menschen in Wohnwagen, Zelten und einfachen Behausungen. Das entsprechende Urteil sei bereits im vergangenen Herbst ergangen, teilte die Stadtverwaltung mit. Einige Bewohner sollen ihre Wohnwagen demnach sogar mithilfe eines Krans auf das Gelände gebracht haben.

 

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