Nicht nur astronomisch, auch verkehrstechnisch ist am Tag der totalen Sonnenfinsternis (12. August) mit einem Ausnahmezustand in Sant Josep zu rechnen. Die Gemeinde gab am Mittwoch ein umfangreiches und vom Inselrat unabhängiges Sicherheits- und Verkehrskonzept bekannt.
Mit gewaltigen Einschränkungen im Südwesten der Insel müssen motorisierte Verkehrsteilnehmer demnach zwischen 12 und 22.30 Uhr rechnen. Für etliche Straßen gelten dann Zufahrtsbeschränkungen und zeitweisen Sperrungen.
Gäste haben Zufahrt
Betroffen sind vor allem die Zufahrten zu den beliebten Aussichtspunkten und Stränden Cala d’Hort, Cala Vedella, Cala Tarida und Cala Comte. Wer dort weder wohnt noch arbeitet oder einen anderen triftigen Grund für die Anfahrt hat, sollte die Gebiete nach Möglichkeit meiden.
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Die Behörden wollen den Verkehr je nach Andrang schrittweise regulieren. Zunächst können sogenannte Vorsperrungen eingerichtet werden, etwa im weiten Umkreis der Cala d’Hort. In diesem Fall dürfen nur noch öffentliche Verkehrsmittel, Anwohner, registrierte Beschäftigte sowie Gäste mit einer Reservierung in einem Betrieb mit privatem Parkplatz passieren. Gleichzeitig soll die Fahrspur für den abfließenden Verkehr jederzeit frei bleiben.
Reicht diese Maßnahme nicht aus, können die Behörden vollständige Straßensperren anordnen. Dann sind die betroffenen Straßen grundsätzlich nur noch für Einsatzfahrzeuge passierbar. In ausgewiesenen Wohngebieten bleibt der Verkehr ausschließlich Anwohnern beziehungsweise Personen mit nachgewiesenem Wohnsitz vorbehalten. Dies ist für einzelne Bereiche in der Cala d’Hort, Cala Tarida und Es Port des Torrent vorgesehen (siehe Post der Ortspolizei auf Instagram).
Motto: Null Auto
Neben der Verkehrslenkung steht auch der Brandschutz im Mittelpunkt des Einsatzkonzepts. Angesichts der trockenen Sommerbedingungen erinnern die Behörden daran, dass das Entzünden von Feuer sowie jede andere Wärmequelle strikt verboten sind, um Waldbrände zu verhindern.
Die Gemeindeverwaltung appelliert außerdem an Besucher, ihre Anreise frühzeitig zu planen, den Anweisungen von Polizei und Zivilschutz Folge zu leisten und möglichst auf das Auto zu verzichten. Unter dem Motto „coche cero“ („Null Auto“) empfehlen die Verantwortlichen, die Beobachtungsorte möglichst zu Fuß zu erreichen. Dadurch sollen Staus reduziert und die Sicherheit für alle Besucher erhöht werden.
Bis zum Tag der Sonnenfinsternis will die Gemeinde über ihre offiziellen Informationskanäle laufend über aktuelle Verkehrslagen, Sperrungen und weitere Hinweise informieren.





