Das angekündigte Unwetter hat auf Ibiza am Donnerstag zum Teil erhebliche Schäden verursacht. Die Behörden sahen sich veranlasst, den Hafen von Eivissa zeitweise zu schließen. Von größeren Schäden oder gar Verletzten war bis Mitternacht nichts bekannt.
In der Inselhauptstadt Eivissa brach ein großer Ast von einem Baum ab und stürzte auf einen Zebrastreifen in der Carrer Aragó. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde niemand verletzt.
Auch an der Avinguda de Sant Jordi im Stadtteil Ses Figueretes stürzte ein schwerer Ast zu Boden. Er beschädigte mehrere geparkte Autos, Menschen waren nicht betroffen. Die starken Windböen sorgten für Behinderungen und Schäden im gesamten Stadtgebiet.
Parallel dazu verschärfte Aemet die Wetterwarnung für Ibiza und Formentera von Gelb auf Orange. Die zweihöchste Warnstufe galt bis Mitternacht. Die Meteorologen rechneten mit bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Die Wahrscheinlichkeit dafür wurde mit 40 bis 70 Prozent angegeben. Währen der große Regen bis Mitternacht ausblieb, fegten starke Windböen über weite Teile der Insel. Nach Angaben des Wetterdienstes erreichten sie Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h.
Wieder Blackout in Santa Eulària
Auf den Meer sah es nicht viel besser aus. Der Hafen von Ibiza wurde am Donnerstagnachmittag wegen starker Winde und hohem Wellengang für rund zwei Stunden geschlossen.
Auch die Stromversorgung wurde einmal mehr in Mitleidenschaft gezogen. In Santa Eulària kam es am Donnerstag zu einem erneuten Stromausfall. Erst am Dienstag war es im Ortszentrum zu einem Blackout über mehrere Stunden gekommen. Der Versorger Endesa machte dafür die ungewöhnlich hohe Hitze sowie die für hohe Temperaturen anfällige Infrastruktur verantwortlich.
In den kommenden Tagen soll das Wetter unbeständig bleiben. Die balearischen Notfalldienste kündigten an, die Entwicklung am Himmel weiter aufmerksam zu beobachten.





