Ein Waldbrand bei Cala Llonga hat am Freitagnachmittag für Aufregung im Osten Ibizas gesorgt. Auch vom Meer aus waren die Rauchschwaden deutlich sichtbar: IbizaHEUTE-Reporter Thomas Hofmann befand sich auf der Fähre zwischen Ibiza-Stadt und Santa Eulària, als sich über dem Gebiet Rauch entwickelte. Gleichzeitig waren Löschflugzeuge und Hubschrauber zu beobachten, die vor der Küste von Santa Eulària Wasser aufnahmen, um den Brand zu bekämpfen.
Großeinsatz von Feuerwehr und IBANAT
Das Feuer war gegen 17.13 Uhr in der Nähe von Cala Llonga ausgebrochen und wurde zunächst als Waldbrand der Gefahrenstufe 1 eingestuft. Bereits wenige Stunden später konnte die Lage jedoch stabilisiert werden. Das balearische Naturinstitut IBANAT (Institut Balear de la Natura) stufte den Brand daraufhin auf Gefahrenstufe 0 zurück.
Im Einsatz standen insgesamt 24 Waldbrandbekämpfer, darunter zwei Techniker, zwei Umweltbeamte, mehrere Einheiten der Feuerwehr Ibiza, die Ortspolizei von Santa Eulària sowie freiwillige Helfer des Zivilschutzes. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch vier Löschflugzeuge und Hubschrauber sowie zwei Löschfahrzeuge.
Rund 1,5 Hektar betroffen
Nach Angaben des IBANAT wurden etwa 1,5 Hektar Pinienwald und Buschland von den Flammen erfasst. Die Löscharbeiten gestalteten sich zeitweise schwierig, da sich im Brandgebiet eine Mittelspannungsleitung befand. Diese musste vorübergehend abgeschaltet werden, damit die Löschflugzeuge und Hubschrauber sicher arbeiten konnten.
Besondere Aufmerksamkeit erregten die Löschhubschrauber, die Wasser unter anderem im Bereich des Golfplatzes von Ibiza aufnahmen. Zahlreiche Anwohner und Besucher verfolgten die spektakulären Manöver.
Mögliche Ursache: Unfall mit Stromleitung
Nach ersten Informationen könnte ein Lastwagen mit ausgefahrenem Kranaufbau eine Stromleitung beschädigt haben. Dabei sollen Strommasten und Leitungen zu Boden gerissen worden sein, was den Brand ausgelöst haben könnte. Auch der Energieversorger Endesa erklärte, dass ein Fahrzeug gegen einen Strommast geprallt sei und dadurch die Stromleitungen beschädigt wurden.
Eine offizielle Bestätigung zur genauen Brandursache stand am Freitagabend allerdings noch aus. Die Ermittlungen laufen.
Erinnerungen an den Waldbrand von 2011
Bei IbizaHEUTE-Redakteur Thomas Hofmann und der Besatzung der Fähre wurden während der Überfahrt Erinnerungen an den großen Waldbrand von 2011 wach, der damals weite Teile der Gegend um Cala Llonga und Roca Llisa verwüstete.
Besonders besorgt zeigte sich Kapitän Vicente, dessen Haus in der Nähe des betroffenen Gebiets liegt. Während die Fähre sich Santa Eulària näherte, waren die Rauchschwaden deutlich sichtbar. Da der Wind am frühen Abend zeitweise wieder etwas auffrischte, bestand die Sorge, dass sich die Flammen rasch ausbreiten könnten.
Glücklicherweise gelang es den Einsatzkräften jedoch, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen. Dank des koordinierten Einsatzes von Feuerwehr, IBANAT, Polizei und Zivilschutz konnte eine größere Katastrophe verhindert werden. Angesichts der trockenen Vegetation und der bereits begonnenen Sommersaison zeigt der Vorfall jedoch erneut, wie schnell sich Brände auf Ibiza entwickeln können.
Von der Fähre aus beobachtete IbizaHEUTE-Redakteur Thomas Hofmann, wie Löschflugzeuge und Hubschrauber vor Santa Eulària Wasser aufnahmen, um den Waldbrand bei Cala Llonga zu bekämpfen.





