Ibiza ist bei der rechtlichen Einordnung von Übernachtungen in Wohnmobilen Mallorca einen Schritt voraus. Während die Provinzhauptstadt Palma derzeit noch einer entsprechenden Verordnung mit gestaffelten Bußgeldern arbeitet, ist die Rechtslage in den meisten Kommunen auf Ibiza längst klar. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 750 und 1.500 Euro. Damit soll vermieden werden, dass sich Wohnmobile in dauerhafte Unterkünfte verwandeln.
Die Gemeinde Santa Eulària ahndet das Übernachten in Wohnmobilen seit Jahren mit Bußgeldern. Dabei gilt: Wohnmobile dürfen zwar grundsätzlich im öffentlichen Raum parken, sofern keine anderslautenden Beschilderungen vorhanden sind. Sobald jedoch erkennbar wird, dass das Fahrzeug als Übernachtungsmöglichkeit genutzt wird, etwa durch das Ausfahren von Markisen, können Strafen verhängt werden.
In der Inselhauptstadt Eivissa passte man die Verordnung erst kürzlich an. Fahrzeuge, die länger als 5,20 Meter oder höher als 2,10 Meter seien, dürften dort nicht mehr parken, heißt es aus dem Rathaus. Zudem wurde die maximale Parkdauer auf 72 Stunden begrenzt. In Sant Josep ist das Befahren von ausgewiesen Naturgebieten generell untersagt. Bei Verstößen können die Bußgelder bis zu 6.000 Euro betragen.
Trotz der bestehenden Regelungen werden Wohnmobile auf Ibiza häufig illegal als Unterkünfte genutzt. Nicht selten werden sie gar rechtswidrig über Plattformen wie Airbnb an Touristen vermietet. Ab Sommer 2025 soll eine neue Regelung in Kraft treten, die die Einreise von Wohnmobilen nach Ibiza grundsätzlich begrenzt – nach dem Vorbild Formentera.Eco.
Das entsprechende Gesetz wurde im Oktober 2024 vom Regionalparlament verabschiedet, dessen Umsetzung steht aber noch aus. Künftig müssen Wohnmobilbesitzer möglicherweise vorab einen Stellplatz auf einem Campingplatz nachweisen, um auf die Insel einreisen zu dürfen.





