Alles dreht sich um die WM

Editorial von Dieter Abholte: Wie ich es sehe…

Liebe Leser,

was für ein Tag für die Spanier. Heute Abend hat die spanische Fußball-Nationalmannschaft die große Chance auf die Weltmeisterschaft – zum ersten Mal seit 2010. Also 16 Jahre musste „La Roja“ auf diesen Augenblick warten. Da waren die vier errungenen Europameisterschaften, die letzte 2024, nur ein schwacher Trost. Ganz Spanien fiebert auf das Endspiel gegen die Elf aus Argentinien – und natürlich herrscht auch größte Spannung auf Ibiza und Formentera. An diesem Thema kann ich natürlich nicht vorbeigehen.

Public Viewing wird es in fast allen Gemeinden von Ibiza und auch auf Formentera geben. Man muss einfach dabei sein, wenn das Endspiel um die WM auf den großen Leinwänden übertragen wird. Wer die Spanier einmal bei solchen Turnieren erlebt hat, der wird sich lange daran erinnern. Mehr Emotionen und mehr Herz gehen kaum. Da wird mitgefiebert, wird ausgeflippt beim Tor der eigenen Mannschaft, mitgelitten, wenn einer von La Roja, so liebevoll genannt die Elf, gefault wird. Und es herrscht Entsetzen, wenn der Gegner den Ball im Netz der Spanier versenkt.

Erleben Sie spanisches Temperament beim Public Viewing

Und diese spanischen Fans treffen beim Public Viewing (Orte und Termine) ausgerechnet auf die Argentinier. Die können es fast noch besser mit den Emotionen, mit dem Ausflippen, mit dem Freuen – oder der Trauer, sollten ihre Helden das Endspiel verlieren. Auf Mallorca sind vorsorglich die beiden Fan-Gruppen getrennt. Spanier und Argentinier haben ihr eigenes Public Viewing. Auf Ibiza sind sie zusammen. Grandios, unbeschreiblich, unvergesslich, die Szenen, wo Freud und Leid Schulter an Schulter ganz nah zusammenliegen. Hoffen wir, dass es friedlich bleibt. War es aber bisher auf Ibiza und Formentera immer.

Die Public-Viewing-Show geht in den Ibiza-Gemeinden schon vor dem Spiel los: Bekannte DJs legen auf, Foodtrucks werden da sein, auch Action für die Kinder. Das WM-Endspiel als Volksfest. Auch da fällt auf, welch große Bedeutung der Sport auf der Insel hat. Es vergeht kaum eine Woche, in der wir in der Redaktion nicht Fotos der Ehrung von Sportlern durch die Insel-Regierung erhalten. Dazu die vielen Wettbewerbe der Vereine. Wer schon einmal samstags von Ibiza nach Mallorca geflogen ist, wird erlebt haben, dass das halbe Flugzeug mit Sportlern besetzt ist, die zum Spiel nach Mallorca oder weiter nach Mallorca fliegen: Fußballer, Volleyball-Damen, Schwimmvereine, Handballer und Handballerinnen, Tennis-Cracks und, und, und…

Der Sport wird auf den Inseln stark gefördert

Dazu gibt es volle Ränge auf den Sportplätzen der Inseln, also auf Ibiza und Formentera, wenn die Orts-Mannschaften spielen. So wie die Sportler der Pityusen auf die anderen Inseln fahren, kommen die aus Mallorca und Menorca nach Ibiza. Die Balearen fördern den Sport, er hat einen hohen Stellenwert. Ihre Wichtigkeit für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen wurde hier erkannt. Die Sportanlagen sind reichlich und gepflegt. Während in Deutschland Schwimmbäder schließen und Schulsport-Anlagen nicht selten vergammeln, weil Geld fehlt, ist auf unseren Inseln alles tipptopp. Kein Ausfall von Sportstunden, sondern schon Schwimmunterricht, Tennis, Fußball, Segeln und Co. in der Vorschule und den ersten Klassen.

Die Eltern werden mit ins Boot geholt. Sie kommen zum Training und sind auch beim Familien-Radrennen auf den Rädern, für das auch Straßen abgesperrt werden, ohne dass Autofahrer meckern. Denn da machen ja Nichten, Neffen, Söhne und Töchter mit. Auch da ist Ibiza ein Dorf, wo fast jeder jeden kennt. Ein Stück heile Welt auch beim Sport.

Unsere IbizaHEUTE-Reporter sind natürlich dabei

Doch zurück zur großen Bühne und den besten und bestbezahlten Fußballspielern der Welt – 30 Millionen im Jahr sind fast ein Schnäppchen – beim WM-Endspiel. Unsere Reporter werden natürlich dabei sein. Und morgen sehen Sie, was beim Public Viewing los war. Wenn Sie dabei sind und auch Fotos gemacht haben, freuen wir uns über Ihre Bilder. Bleibt noch die Frage, wem ich die Daumen drücke. Spanien, ist doch klar. Aber der Bessere soll gewinnen. Das gilt für mich nicht nur beim Sport…

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sonntag und viel Spannung beim WM-Endspiel. Ich denke, dass viele von Ihnen dabei sind – bei Public Viewing oder vor dem Bildschirm zu Hause.

Herzlichst, Ihr Dieter Abholte

 

 

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