Tourismuszahlen

Juni auf Ibiza: Gespaltener deutschsprachiger Markt

Ibiza blickt mit Zuversicht auf den Juni. Die Inselwirtschaft rechnet mit einer anhaltend hohen Nachfrage, mehr Flugverbindungen und weitgehend stabilen Hotelpreisen. Nach den starken Wachstumsjahren der vergangenen Zeit deuten die aktuellen Zahlen auf eine Phase der Konsolidierung hin.

Nach Zahlen des Tourismus-Informationsdienstes SITE (Servicio de Inteligencia Turística de Ibiza) stehen im Juni rund 710.700 Flugplätze nach Ibiza zur Verfügung. Das entspricht einem Anstieg von 4,69 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die internationale Anbindung bleibt dabei der wichtigste Faktor für den Tourismus: Fast zwei Drittel aller verfügbaren Sitzplätze entfallen auf Verbindungen aus dem Ausland.

Besonders deutlich wächst demnach das Flugangebot aus Belgien (+22,6), Portugal (+14,5) und Italien (+11,4). Auch die Schweiz (+6,5) verzeichnet weitere Zuwächse. Dagegen gehen die Kapazitäten aus Deutschland (–4,6), Österreich (–3,9) und den Niederlanden (–3,2) leicht zurück.

Weitgehend stabile Hotelpreise

Für Juni erwartet SITE zunächst rund 630.000 tatsächlich ankommende Passagiere. Da die Auslastung im vergangenen Jahr höher ausfiel als ursprünglich prognostiziert, halten die Experten jedoch auch deutlich höhere Werte für möglich. Sollte sich das Buchungsverhalten ähnlich entwickeln wie 2025, könnte die Zahl der Fluggäste auf nahezu 665.000 steigen. Vor allem kurzfristige Buchungen dürften dabei erneut eine wichtige Rolle spielen.

Die Hotelpreise zeigen sich insgesamt stabil. Während es in einigen Kategorien leichte Preisrückgänge gibt, halten insbesondere Häuser der Premium-Kategorien ihr Preisniveau. So kostet eine Übernachtung in einem Vier-Sterne-Hotel in der zweiten Junihälfte durchschnittlich 299 Euro. Fünf-Sterne-Hotels verlangen im Schnitt 626 Euro pro Nacht, was einem leichten Anstieg entspricht.

Nach Einschätzung der SITE-Analysten deutet damit vieles auf einen erfolgreichen Sommerauftakt hin. Sie sprechen von einem „Monat der Konsolidierung“: Das Wachstum falle zwar moderater aus als in den Vorjahren, die Kombination aus stabiler Nachfrage, guter internationaler Anbindung und weitgehend konstanten Preisen dürfte jedoch für eine hohe Auslastung und solide Einnahmen im Tourismussektor sorgen.

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