Ibiza hat sie größte Blitzer-Dichte der Balearen

Von 11 auf 43 in zehn Jahren: Radarfallen boomen auf Ibiza

Auf Ibiza wird das Netz der Geschwindigkeitskontrollen immer engmaschiger. Die Insel hat inzwischen eine Radar-Dichte, die Mallorca und Menorca weit hinter sich lässt. Dabei langen Inselrat und Kommunen gleichermaßen zu. 

Auf Ibiza gibt es inzwischen rund 43 stationäre, abschnittsweise und kommunale Radarfallen. Damit kommt auf der 572 Quadratkilometer großen Insel rechnerisch ein Blitzer auf etwa 13 Quadratkilometer. Die Radar-Dichte ist damit fast viermal so hoch wie auf den Nachbarinseln Mallorca und Menorca. Das geht aus Daten der spanischen Straßenverkehrsbehörde DGT und der Plattform TodoRadares hervor.

Wie rasant der Ausbau vorangegangen ist, zeigt ein Blick zurück: 2015 waren auf Ibiza erst elf Radarfallen registriert, davon sieben mobile und vier stationäre. Insbesondere seit 2024 hat sich das Netz deutlich vergrößert. Damals genehmigte der Inselrat drei neue stationäre Anlagen an Unfallschwerpunkten: an der Ausfahrt von Santa Eulària in Richtung Eivisssa, bei Can Guillemó an der Straße nach Sant Antoni und bei Sant Francesc de Ses Salines. Zwei davon gingen noch im selben Jahr in Betrieb. 2025 folgten weitere Anlagen an der Landstraße von Santa Eulària, zwischen der Inselhauptstadt und Sant Josep sowie auf dem Flughafenzubringer.

Ibiza-Blitzer auf Rang sechs

Auch die Gemeinden beteiligen sich zunehmend an den Kontrollen. Eivissa installierte einen festen Blitzer, der zwischen drei Kontrollkästen in der Nähe des Krankenhauses Can Misses und den benachbarten Schulbereichen wechselt. Hinzu kommen fünf Geräte, die Autofahrer auf überhöhte Geschwindigkeit hinweisen, aber keine Bußgelder verhängen. Innerorts gilt grundsätzlich Tempo 30. Auch Santa Eulària hat in den zurückliegenden zahlreiche Radarfallen aufgestellt.

Zu den fleißigsten Blitzanlagen Spaniens gehört der Starenkasten an der Straße nach Sant Antoni auf Höhe Kilometer 9,6. Er registrierte 2023 laut einer Untersuchung des spanischen Automobilclubs AEA insgesamt 44.985 Geschwindigkeitsverstöße. Damit belegte er landesweit Platz sechs.

Der Ausbau geht auch auf Forderungen von Anwohnern zurück, die nach schweren und tödlichen Unfällen mehr Sicherheit verlangen. Allerdings verhindern die Radarfallen weitere Unfälle nicht vollständig. Gefordert werden deshalb zusätzliche Maßnahmen wie Fußgängerüberführungen. Als Gründe für den hohen Kontrolldruck gelten auch das starke Verkehrsaufkommen, das Bevölkerungswachstum und das Fahren unter Einfluss von Alkohol und Drogen. Zur Erinnerung: Allein am Closing-Wochenende registrierte die Guardia Civil vor wenigen Tagen 312 Fahrer mit positiven Alkohol- oder Drogentests.

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