IH+: Militärübung

Ziel Abschreckung: Auf Ibiza rücken Soldaten an

Wer in der kommenden Woche auf Ibiza oder Formentera unterwegs ist, könnte ihnen begegnen: Soldaten des Regiments Palma 47 patrouillieren vom 13. bis 18. Juli auf beiden Inseln. Die spanischen Streitkräfte führen dort sogenannte Operationen zur „Präsenz, Überwachung und Abschreckung“ durch.

Diese dienen nach Angaben des Verteidigungsministeriums der frühzeitigen Erkennung möglicher Bedrohungen. Das Kommando der Einheit richtet sich während des sechstägigen Einsatzes auf dem Gelände von Sa Coma ein, das der Inselrat von Ibiza  dem Militär zur Verfügung stellt. Von dort aus brechen die Soldaten zu Patrouillen und Erkundungsfahrten auf.

Geplant sind Einsätze sowohl zu Fuß als auch mit Fahrzeugen. Auf Ibiza führen die vorgesehenen Routen unter anderem nach Santa Gertrudis, Es Vedrà, Es Cubells und Cala Tarida. An einem Einsatztag soll die Einheit zudem nach Formentera übersetzen. Dort stehen die Küstenabschnitte Migjorn, Cap de Barbaria und s’Estufador auf dem Programm.

Neben den Patrouillen sollen die Soldaten auch den Kontakt zu den Gemeinden suchen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollen Gespräche mit den örtlichen Behörden dazu dienen, die Aufgaben der Streitkräfte und den Zweck der Einsätze zu erläutern.

Potenzielle Feinde sollen abgeschreckt werden

Das Verteidigungsministerium bezeichnet die Operationen als „wirksames Instrument“, um die nationalen Hoheitsgebiete dauerhaft zu überwachen. Ziel sei es, mögliche Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und „eine sofortige und realistische Reaktion auf eine potenzielle Krise“ zu ermöglichen. Die Einsätze dienten nicht einem konkreten Anlass auf den Inseln, sondern seien Teil der „ständigen Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen“ der spanischen Streitkräfte.

Ein Soldat marschiert auf Ibiza. Foto: Spanisches Verteidigungsministerium

Koordiniert wird der Einsatz vom Operativen Landkommando (Mando Operativo Terrestre), das unter der Führung des Kommandeurs des Kanaren-Kommandos steht. Dieses Kommando sei für Planung, Durchführung und Überwachung der Landoperationen verantwortlich und unterstehe wiederum dem Operativen Kommando des Generalstabs der Verteidigung, teilte Madrid am Donnerstag mit.

Letzteres koordiniert die permanenten Einsätze der spanischen Streitkräfte nicht nur an Land, sondern auch im See-, Luft- und Cyberraum. Ziel sei es, durch sichtbare Präsenz die „staatliche Souveränität zu sichern“ und zugleich eine abschreckende Wirkung gegenüber möglichen Bedrohungen zu entfalten.

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