Kaum darf wieder Reisig verbrannt werden, gokelt es auf dem Land. Am 15. Oktober endete das Feuerverbot auf den Balearen. Das Umweltministerium zieht Bilanz.
„Höchste Vorsicht geboten“
Trotz der Trockenheit auf Ibiza und Formentera, regelt das Umweltministerium das Verbot per Kalender. Begonnen hat es auf unseren beiden Inseln aber schon am 1. April und nicht erst am 15. April.
Der balearische Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt, Joan Simonet, warnte allerdings: „Waldbrandgefahr besteht das ganz Jahr hindurch. Wir dürfen nicht unvorsichtig sein. Wir bitten die Bevölkerung um höchste Vorsicht, denn das Feuer gehört zu den größten Bedrohungen für unsere Natur.“

Seit dem 1. Januar hat der Brandschutz im Rahmen des Spezialplans gegen Waldbrände (Infobal) 85 Feuer auf 139 Hektar bekämpft, davon 25 Prozent auf Ibiza, 7 Prozent auf Formentera und 6 Prozent auf Menorca. Alle anderen schwelten auf Mallorca. Dort ist am Mittwoch übrigens wieder ein Feuer in Feuchtgebiet S’Albufera ausgebrochen. Das Schilf brannte wie Zunder, die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus.
Elf Prozent durch Blitze
Es ist vor allem dem schnellen Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern zu verdanken, dass die meisten Feuer sich gar nicht erst ausbreiten konnten.
89 Prozent der Brände gingen auf menschliches Tun zurück: Unvorsichtigkeit, Unfälle und Brandstiftung. Elf Prozent haben natürliche Ursachen, etwa Blitze.
Brandgefahr nimmt zu
Die Zahl der Feuer und vor allem der Schaden geht im Vergleich zu früher zurück. Das liegt am schnellen Eingreifen und den verstärkten Mitteln sowie an der Sensibilisierung der Bevölkerung. Heute hat jeder ein Handy, und wer Rauch sieht, ruft 112 an.
Aber die Brandgefahr nimmt zu: Klimawandel, Zunahme der Bevölkerung und damit der Druck auf die Natur, gleichzeitig Wildwuchs, weil die Felder nicht bestellt und die Wälder nicht gereinigt werden. Deshalb sei höchste Vorsicht das ganze Jahr über geboten, so der Umweltminister.
Informationen über die täglichen Warnstufen finden Sie hier: https://www.caib.es/sites/xarxaforestal/es/alerta_foc/





